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Chronik des Kaninchenzuchtvereins H442 Kilianstädten zum 75-jährigen Jubiläum

Die Chronik als PDF-Dokument zum Download: chronik2004.pdf (801 KB)

Unser Ursprung war vor 75 Jahren in Kilianstädten, als man das Jahr 1929 schrieb. Damals züchteten einige „Steeder Männer“ Kaninchen und tauschten ihre Erfahrungen untereinander aus. Es dauerte nicht lange und sie gründeten den Kaninchenzuchtverein H442 Kilianstädten.

Vier Jahre später war der Verein bereits auf 30 Mitglieder angewachsen und in der Lage die ersten Vereinsausstellungen durchzuführen.

Es waren karge Zeiten und so wurden die benötigten Ausstellungskäfige selbst angefertigt. Bereits in den Jahren 1934-37 beschickten die Züchter überregionale Schauen, darunter auch die Nationale Schau in Leipzig und die Fachgruppenschau in Langenselbold.

Ende der 30-Jahre, bedingt durch die politischen Veränderungen und den Ausbruch des zweiten Weltkrieges, wurde die Vereinsarbeit unterbrochen. Noch heute bedauern wir, dass alle Vereinsunterlagen aus dieser Zeit verloren gegangen sind.

Im Jahr 1960 war es wiederum Gründungsmitglied Philippp Kapeller, der mit einigen Vereinskameraden den Verein neu aktivierte. Vier Jahre später wurden stolz die ersten Ausstellungskäfige gekauft und der erste Wanderpokal für die Vereinsmeisterschaft kam zur Ausspielung.

Stolz wurde im Jahre 1969 die Jugendgruppe des H442 gegründet. Noch im gleichen Jahr richtete der Verein Kilianstädten, aus Anlass seines 40-jährigen Bestehens, die Kreisjugendschau aus und die Jugendgruppe konnte erstmalig in Erscheinung treten. Ihre ersten Erfolge verzeichnete sie auf der Kreisjugendschau 1971 in Kilianstädten.

1974 wurde uns die Durchführung der Kreisjungendschau übertragen, die wir gemeinsam mit dem Kaninchenzuchtverein Windecken veranstalteten. An dieser Stelle möchten wir erwähnen, dass wir mit diesem Verein bereits seit 1962 durch eine enge züchterische und freundschaftliche Beziehung verbunden sind.

Die Vereine Kilianstädten, Erbstadt, Heldenbergen, Ostheim und Windecken riefen 1975 die Nidderauer-Jungtierschau ins Leben. Dank der guten nachbarlichen Beziehungen wurde unser Verein gebeten, an dieser Schau teilzuhaben und auch turnusgemäß durchzuführen.

Klaus Pritschkat übernahm 1981 das Amt des 1. Vorsitzenden, welches er bis zum heutigen Tag erfolgreich ausführt. Er setzte neue Maßstäbe und durch ihn entwickelte sich eine rege Vereinstätigkeit.

Viele junge Mitglieder traten dem Verein bei, gaben ihm neue Impulse und ein Aufwärtstrend war unverkennbar. Sein selbstloser Einsatz wurde 2001 mit dem Landesehrenbrief belohnt. Der hessische Ministerpräsident zeichnete ihn mit dieser Ehrung aus und Landrat Karl Eyerkaufer überreichte unserem Vorsitzenden die Ehrung in einer feierlichen Stunde.

Stolz richteten wir 1983 in der neu erbauten Nidder-Halle das Kreiszüchtertreffen und die Kreisschau aus. Beide Veranstaltungen konnten wir erfolgreich durchführen und viel Lob ernten.

Hier ein kleiner Rückblick auf die 1. Vorsitzenden :

  • bis 1960: Philipp Kapeller
  • 1965-65: Heinrich Stapp
  • 1967: Robert Kohlmeyer
  • 1968-72: Philipp Kapeller
  • 1973-75: Heinrich Stapp
  • 1976-78: Kurt Repp
  • 1979-80: Heinz Wolf
  • 1981-heute: Klaus Pritschkat

Unsere Züchter scheuen keine Entfernungen, um ihre geliebten Tiere auszustellen. Selbst vor fernen Europa-, Bundes- und Bundesvergleichsschauen wird nicht zurückgeschreckt.

Des Weiteren werden Landes-, Kreis-, Club- und Lokalschauen besucht. Stolz können wir berichten, dass auf allen Schauen erfolgreich ausgestellt wurde.

Folgende Ausstellungen führten wir in den letzten Jahren durch:

  • Lokalschau
  • Nidderauer Jungtierschau
  • Kreisschau
  • 2x Widder-Club-Vergleichsschau auf Bundesebene
  • 3x Landesverbands-Rammlerschau auf Landesebene

Natürlich leisteten wir in den ganzen Jahren des fleißigen Züchtens auch Öffentlichkeitsarbeit, indem wir dem Hanauer Anzeiger Artikel lieferten, um auf unsere Arbeit aufmerksam zu machen und um unsere Mitmenschen auf unseren Verein neugierig zu machen.

Selbstverständlich wollten wir uns aber auch stolz präsentieren:

Besonders stolz sind wir auf unsere „Jungzüchter“, die ihre Tiere in den letzten Jahren erfolgreich ausstellten:

Im Laufe der Jahre hat sich der Verein „zusammengeschweißt“. Gegenseitiger Erfahrungsaustausch bei schweren Tier-Krankheiten sowie gemeinsame Impfungen und Tätowierungen sind mittlerweile zu einer Selbstverständlichkeit geworden.

Bedingt durch die Kaninchenkrankheit „Enterocolitis“ mussten viele aktive Mitglieder hohe Tierverluste in den letzten Jahren erleiden. Für die Zukunft hoffen wir auf Heilungschancen, damit unsere Züchtung nicht gefährdet wird.

Aber auch Aktivitäten außerhalb des Vereins werden bei uns groß geschrieben. Anlässlich der 1150-Jahr-Feier von Kilianstädten ließen wir es uns nicht nehmen, unseren Verein zu präsentieren:

Einen Grund zum Feiern finden wir immer. Sei es Spanferkel-Grillen, Putenessen, Container-Einweihungen oder Schlachtfeste. Es gibt immer gute Gründe um gemeinsame Stunden zu verbringen.

Traditionell ist bereits unsere 1. Mai-Wanderung, die immer in einer fröhlichen Runde endet. Selbst verregnete Jahre haben wir noch in positiver Erinnerung.

Besondere Freude hatten wir Pfingsten 1993. Begeistert fieberten wir mit, als der SVK gegen den 1. FC Kaiserslautern spielte. Anschließend ersteigerte der KVZ H442 Kilianstädten ein Fussballtrikot der Gäste mit allen Unterschriften der Bundesligaspieler. Der Erlös in Höhe von DM 500.— ging an den Kilianstädter Kindergarten.

Großen Wert legen wir auf unsere gemeinsamen Unternehmungen. Seien es mehr- bzw. eintägige Ausflüge, wir sind jedes Jahr unterwegs.

Zu unseren bisherigen Zielen gehörten u.a.: der Bigge-See im Sauerland, Bayerisch Eisenstein und Umgebung, Weilheim im Taunus, das österreichische Flachau, Eppenbrunn an der französischen Grenze, die Hessenmühle in Großenlüder, Königstein in der Fränkischen Schweiz sowie die Siebertsmühle im Vogelsberg.

Der jährliche „Kraftakt“ stellt das Kilianstädter Straßenfest dar. Seit 1988 beteiligen wir uns daran und „kämpfen“ uns durch das letzte Wochenende im Juni. Glücklich aber zufrieden können wir jedes Jahr eine positive Bilanz ziehen.

Besonders zu erwähnen ist unsere Freundschaft mit dem Kaninchenzuchtverein Bonbaden, die seit 1982 besteht und die mit gegenseitigen Besuchen zu Ausstellungen und geselligen Veranstaltungen beider Vereine gepflegt wird.

Unsere Mitgliederzahlen entwickelten sich wie folgt (leider liegen uns konkrete Aufzeichnungen erst ab 1960 vor):

  • 1960 7 Mitglieder im Landesverband gemeldet
  • 1970 13 - „ –
  • 1980 22 - „ –
  • 1990 63 - „ –
  • 2000 54 - „ –
  • 2004 51 - „ –

Der derzeitige Vorstand :

  • 1. Vorsitzender Klaus Pritschkat
  • 2. Vorsitzender Wilfried Ullrich
  • Kassierer Günter Sträb
  • Jugendwart Ewald Kosch
  • Schriftführerin Edith Blum
  • Zuchtwart Wilfried Ullrich
  • Zuchtbuchführer Heini Ditzel

Besonders danken möchten wir der Gemeinde Schöneck für die Bereitstellung der Ausstellungsräume. Ohne diese Unterstützung hätten wir vieles nicht ermöglichen können.

Abschließend wollen wir uns bei all unseren Mitgliedern für die Vereinstätigkeiten bedanken und hoffen, dass wir noch viele glückliche Züchterjahre miteinander verbringen können.